Zubuße, nämlich geringe Gerste oder Hafer, mit Träbern, gekochter Kleie oder Brotabgang vermischt, und zwar bei großer Kälte ein Mehreres als bei gelindem Wetter, wo sie auf dem Mist oder vor den Scheunen noch so mancherlei Nahrungsmittel finden.
Sobald eine Henne im Frühjahr an zu glucksen fängt und auf dem Nest sitzen bleibt, legt man ihr 12 bis 15, will man mehr junge Hühner als Hähne haben, möglichst rund geformte, frisch gelegte Eier unter, welche nach 3 Wochen auszukriechen pflegen. Ist die Zeit bald um, so sieht man danach und setzt die zuerst ausgekrochenen Küken in einen Federtopf, bis sie alle zu Tage sind, wo man sie der Glucke sämtlich untersetzt, nach einigen Tagen wenn die Witterung günstig, mit ihr in den Hof gehen läßt, und Anfangs mit gehackten Eiern, später mit Hirse und fein gemahlener Hafergrütze füttert, bis sie sich ihr Futter selbst suchen können.
Um Johanni läßt man die zuerst ausgebrüteten und zu Kapaunen bestimmten jungen Hähne kappen.
Auf einen Hahn hält man zur Zucht zwölf bis fünfzehn Hühner.


Die Tauben


bringen ihrem Besitzer im Verhältnis zu dem Schaden, welchen sie an Dächern und auf Feldern, so wie durch die Kosten ihrer Winterfütterung verursachen, so wenig Nutzen, daß ich ihre Zucht nur flüchtig berühren will.
Am fruchtbarsten und wenigstens in sofern nutzbar, da sie sich ihr Futter stehlen, sind die sogenannten Feldtauben oder Feldflüchter. Man hält sie in frei stehenden, mehrteilig rund, auf einer Säule ruhenden Schlägen, versieht diese inwendig gleich den


Tauben

Faksimile für die Ausführungen über Tauben im Abschnitt Geflügelzucht