man mit trockenem Flußsand, versieht ihn etagenmäßig mit feinen Springstäben, worauf die Vögel bequem hin und her hüpfen können, befestigt ihn in einer Stube oder Kammer, welche gegen Mittag liegt, so nahe als möglich an ein Fenster, und setzt zu Ende des Märzes die zur Paarung bestimmten Vögel, am besten einen jährigen Hahn und zwei zweijährige Weibchen, hinein. Manche halten es für dienlich, ihnen von dieser Zeit an, öfters klein gehacktes Ei unter das Futter zu mischen, um sie früher zum Nest zu treiben; was jedoch den Nachteil hat, daß sie zu lüstern nach der zweiten Brut werden, die Eier verlassen und auf den Geschmack des Eierfressens hingewiesen nicht selten ihre eigenen Eier verzehren. Sind sie kurze Zeit beisammen und werden regelmäßig abgewartet, so führt sie der Naturtrieb von selbst zu Neste und man hat nichts weiter zu besorgen, als in den entgegengesetzten Ecken, zwei fein aus Weidenrütchen geflochtene, der Größe der Vögel leicht angemessene, mehr tiefe als flache Nestchen, zu befestigen. Man läßt die Nester fürs Erste leer und streut in einen Winkel des Bauers nichts als ein Häufchen Kälberhaare, und einige weiche, kurze Strohhalmen, doch ja keine Baumwolle, Moos oder Charpie, woran die Vögel leicht mit ihren Krallen hängen bleiben, sich drein verwickeln und oft dadurch die Eier zerstören oder die Jungen aus den Nestern reißen. Es ist eine Lust zu beobachten, wie sie nun unter fröhlichem Gezwitscher mit emsiger Geschäftigkeit zu Neste tragen, die Weibchen endlich, gewöhnlich Ende des Aprils, jede 3 bis 5 grün und braun gefleckte Eier legen und sie nun eifrig bebrüten, wobei man Rücksicht nimmt, daß sie so wenig als möglich durch heftiges Geräusch oder Rütteln an dem Bauer gestört werden. Nach


Kanarienvogel

Faksimile für die Anleitung zum Kanarienvogel im Abschnitt Geflügelzucht