14 bis 15 Tagen pflegen die Jungen auszukriechen, und jetzt ist es an der Zeit das Futter der Alten, welche ihre Jungen selbst füttern, mit gehacktem Ei und Semmelkrume zu vermischen, und es ihnen nie an frischem Wasser fehlen zu lassen. Man fährt mit dieser Fütterung fort, bis die Jungen flügge werden, das Nest verlassen und selbst ihr Futter suchen. Um diese Frist pflegen die Alten sie zu verlassen, um Anstalt zu der zweiten Brut zu machen, welches gewöhnlich zu Johanni erfolgt, und jetzt ist es Zeit die jungen Vögel in einen andern, dem Heckbauer an Größe ähnlichen Bauer zu bringen, wo man sie nach und nach von der Eierfütterung entwöhnt und ihnen Rübensamen, Kanariensamen, Hirse und fein gemahlene Hafergrütze, bisweilen auch etwas grünes Kreuzkraut oder einige Samenstengel des Wegebreit gibt. Geknickten Hanf gibt man ihnen erst später, vermischt ihn aber stets mit Hafergrütze und Kanariensamen, da seine ölige Substanz zu nahrhaft ist und den Kanarienvögeln leicht gefährliche Krankheiten zuzieht.
Gibt man einem Hahne 2 Weibchen, so pflegt oft nur das eine derselben zu brüten; doch bleibt dasselbe dann desto ungestörter auf dem Nest und man erhält mindestens eine Brut, während allzu feurige Hähnchen bei einer Sie, dieselbe oft gar nicht zum Brüten kommen lassen, oder ihre eigenen Kinder auffressen.
Die Hähnchen der ersten Brut pflegen schon nach einigen Monaten ihre Stimmen hören zu lassen, und man kann sie nun einzeln in kleinere Bauer logieren, während man die überflüssigen Weibchen fliegen läßt und nur die zur Fortpflanzung erwählten behält.
Die schönsten Kanarienhähnchen sind die goldgelben;


Kanarienvogel

Faksimile für die Anleitung zum Kanarienvogel im Abschnitt Geflügelzucht