kranken Tiere gleich einen halben Eßlöffel voll Salmiakgeist mit Wasser verdünnt ein.
Die besten und fruchtbarsten Ziegen sollen die ungehörnten sein. Kauft man eine Ziege, so achtet man darauf, daß sie ein volles Milcheuter, einen tiefen Bauch, langen Leib, kurze Beine, dicke Hinterkeulen und einen vollen Kopf hat.
Nimmt man nach 3 bis 4 wöchentlichem Saugen die Lämmer von den Alten hinweg um sie zu entwöhnen, so gibt man den ersten Anfangs roh geriebene Möhren mit Kleien angemengt, und dann und wann noch etwas Milch, mit lauwarmem Wasser und Kleie vermischt. Feines Heu steckt man ihnen gleichzeitig auf die Raufen, und sie gewöhnen sich auf diese Art bequem zu härterem Futter. Kurz vor dem Lammen gibt man den alten Ziegen täglich eine Handvoll gekochter Linsen unter das Getränk, wovon die Milchadern anlaufen. Nach dem Lammen bisweilen etwas Hafer.
Nur bis in das sechste, höchstens achte Jahr, taugen die Ziegen zur Zucht; indessen zieht man sich wieder Junge heran und schlachtet oder verkauft die Alten.
Die Böckchen schlachtet man meistens klein oder läßt sie kastrieren, um sie später zu schlachten. Zur Zucht taugen sie höchstens bis in das vierte Jahr.


Mast und Aufzucht der Schweine


Will man ausgewachsene, aber noch junge Schweine, (die besten für den Hausbedarf) und zwar nach Neujahr schlachten, so tut man wohl, mit Anfang September die jährigen zur Mast bestimmten mageren Schweine, und zwar nicht mehr, als der Koben bequem


Schweinezucht

Faksimile für die Anleitung zur Schweinezucht und Schweinemast im Abschnitt Rinderzucht