eine Stunde kochen; hernach nimmt man sie heraus, und spült sie mehrere Male mit reinem Brunnenwasser, macht noch einmal frisches Seifenwasser im Kessel zurecht, kocht und spült die Federbeutel nochmals aus, und schüttet die ausgedrückten Federn sodann auf rein gekehrte Böden, wo man sie fleißig aufharkt, sobald sie anfangen zu trocknen, sorgfältig aufzupft, wieder in die frisch gewaschene Einlette stopft, und gleich den neuen Betten, täglich sonnt und durchschlägt.
Klumpig gewordene Federn schüttet man trocken in einen Kessel, unter welchem jedoch kein helles Feuer, sondern nur Kohlen brennen dürfen, rührt sie beständig mit einem Stock um, bis sie recht heiß geworden sind, siebt sie unter stetem Rühren durch ein dichtes Sieb, stopft sie wieder in die Einlette, und bringt sie an die Sonne.
Auch lassen sich unreine oder stockig gewordene Matratzen, bestens wieder auffrischen, wenn man die ausgeschütteten Pferdehaare in einen Kessel mit warmem Wasser tut, sie mit einem Stocke fleißig umrührt, 1/2 Stunde kochen läßt, mit reinem heißem Wasser nachspült, auf Tüchern oder Tafeln in scharfer Sonne trocknet, dann aufzupft, und wieder in den gleichfalls gewaschenen und gebleichten Überzug stopft, und mittelst Bindfaden und einer Packnadel mit Flocken durchnäht und niedersteppt.

Faksimile für die Anleitung zum Matratzen auffrischen im Abschnitt Flachs, Garn und Leinwand