Germain's Reib- und Mischapparat


Diese neue Maschine, welche die Substanzen zugleich zerreibt und mischt, ist wegen ihrer einfachen Konstruktion bei den Schokoladenfabrikanten in Paris etc. ziemlich allgemein eingeführt worden. Fig. 9 stellt dieselbe im Vertikaldurchschnitt, Fig. 10 im Grundriss dar. Der Apparat besteht aus einer steinernen Platte A, welche in einem eisernen Behälter B eingeschlossen ist. Dieser Behälter ist unten mit einer Anzahl Öffnungen versehen, welche den Zweck haben, die Wärme durchzulassen, die dem Stein mit einer durch Dampf geheizten Schlangenröhre mitgeteilt wird. In der Mitte des Steins A ist eine Hervorbringung angebracht, durch welche die Achse D tritt. Diese wird mit zwei konischen Rädern und der Rolle G von irgendeiner Triebkraft in Rotation gesetzt.
Die Achsen der Mühlsteine H und I sind mit dem oberen Teil der Welle D so verbunden, dass sie, außer der durch D ihnen erteilten Bewegung im Kreise und der Rotation um ihre eigene Achse, noch eine dritte Kreisbewegung um die Punkte a und a' haben. Überdies sind diese Mühlsteine in ungleichen Abständen vom Mittelpunkte dergestalt angeordnet, dass sie Zonen von verschiedenen Durchmessern beschreiben, deren Breite etwas größer ist, als die Hälfte des Raumes zwischen der zentralen Erhöhung und dem Anfang des erhabenen Randes des Behälters A. Hieraus erhellt, dass bei jeder Umdrehung die ganze Substanz notwendigerweise der Tätigkeit der Mühlsteine ausgesetzt ist; dass diese Mühlsteine, wenn sie Stoffen begegnen, welche das erstemal schwer zu pulverisieren sind, in die Höhe gehoben werden, ohne dass die Hebung des einen Mühlsteins, so rasch sie auch erfolgen mag, auf die Bewegung des anderen einen Einfluss haben oder die


Germain's Reib- und Mischapparat

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