Behandlung eines Erfrorenen


Findet man bei strenger Winterszeit einen solchen Unglücklichen, so bringt man ihn ja nicht in die Wärme, sondern legt ihn nackt in eine Kammer, deren Fußboden einen Fuß hoch mit Schnee bedeckt wurde, auf diesen Schnee; bedeckt den ganzen Körper gleichfalls mit Schnee, daß nur der Mund und die Nasenlöcher frei sind; ist Schnee nicht zu haben, so stellt oder legt man den Erfrorenen schräg in eiskaltes Wasser und belegt den Kopf mit kalten nassen Tüchern; bemerkt man, nachdem diese Behandlung eine Zeitlang angewendet wurde, rückkehrende Biegsamkeit der Glieder und langsame Zeichen des Auflebens, so reibt man den Körper schnell mit starken Tüchern trocken, bringt den Wiederauflebenden nun in ein warmes Bett, flößt ihm ein wenig starken Wein ein, und bald wird er sich so weit erholen, daß die weitere Behandlung des Arztes, wenn nicht die Natur allein, ihn völlig herstellen wird.


Versuche, Ertrunkene in das Leben zurückzurufen


Hat man nach schleunigem Herausziehen aus dem Wasser noch Hoffnung zu diesem erfreulichen Resultat, so bringt man den Betäubten sogleich in ein warmes Bett, bürste und frottiere ihn nach Leibeskräften, blase ihm durch festes Aufdrücken des eigenen Mundes auf den geöffneten Mund Luft in die Lungen, halte ihm Salmiakgeist unter die Nase, reibe die Schläfe damit, und binde Meerrettich auf die Pulsadern; sind alle diese Bemühungen ohne Erfolg, so ist die Seele entflohen und jede Hoffnung der Wiederbelebung vergeblich. Fallen Kinder oder Erwachsene in das Wasser und werden ohne bereits Scheintod


Hausmittel

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